Die Geschichte der Getreidemühle

Bereits in der Steinzeit....

…gab es die ersten Mahlsteine, um Körner zu zerkleinern und essbar zu machen. Diese Reibsteine bestanden aus einem großen, unteren Stein, auf dem von Menschenkraft Körner mit einem kleineren Stein zerrieben wurden.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Zerkleinerung der Körner und die Herstellung von Mehl weiterentwickelt und dadurch weniger anstrengend.

Schon im alten Rom wurden Kegelmühlen – die sogenannten Göpelmühlen – mit Lasttieren betrieben, wie Ausgrabungen in Pompeji belegen.

Mit der Zeit kamen...

die Wassermühle

Spätestens ab dem Mittelalter war der Einsatz von Mühlen die mit Wasser angetrieben wurden weit verbreitet, und auch die älteste Wassermühle in Deutschland stammte bereits aus dem frühen Mittelalter.

Die Verbreitung der Wassermühle stellte auch eine neue Steuereinnahmequelle dar, die von den Grundherren erhoben werden durfte. Getreidemühlen unterlagen damals sowohl dem Mühlenrecht als auch dem Mühlenzwang und wurden durch Zünfte geregelt. Ihre Bedeutung für die Lebensmittelversorgung der Einwohner wurde unter anderem durch den Mühlenfrieden zum Ausdruck gebracht. Hier wurde geregelt, dass Beschädigungen oder Diebstahl in und an Mühlen besonders hart bestraft wurden. Gleichzeitig durften Mühlen Flüchtigen auch Unterschlupf gewähren wie es heutzutage nur noch Kirchen mit dem Kirchenasyl dürfen.

die Windmühle

Gerade in windigeren und wasserärmeren Gegenden wurden auch Windmühlen zur Mehlherstellung eingesetzt und waren vor allem in Griechenland und Portugal oder aber im Flachland, wie z.B. Holland und in Schleswig-Holstein anzutreffen.

Während die europäischen Windmühlen im Hoch- und Spätmittelalter eine horizontal liegende Rotordrehachse aufwiesen kamen gegen Ende des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden die sogenannten Holländerwindmühlen auf, bei denen sich nur die Turmhaube dreht. Auch die Nutzung der Bewegungsenergie durch Wind bzw. Wasser wurde immer mehr verfeinert. Wurden Anfangs nur die Mühlsteine damit angetrieben, konnten später auch die Reinigungssiebe und der Transport des Mahlguts mit der neu gewonnenen Energie angetrieben werden.

Die Dampfmühle

Nach der Erfindung der Dampfmaschine 1769 von James Watt wurden die ersten Dampfmühlen gebaut, welche bald die Wasser- und Windmühlen ablösten. Durch den Dampfantrieb waren die Mühlen nicht mehr so wetterabhängig wie bei der Windkraft.

Die im Zuge der Industriellen Revolution im Laufe des 19. Jahrhunderts immer weiter verbreiteten Dampfmühlen bestanden aus einem Dampfkessel und einer Dampfmaschine – die Antriebskraft wurde mittels Riementriebe auf die Mahlwerke und die Hilfsmaschine weitergeleitet. Die Erfindungen der Grießputzmaschinen, der Walzenstühle und der Plansichter zur Trennung der Kornbestandteile Anfang des 19. Jahrhunderts trugen zur Verfeinerung des Mahlguts bei. Mit den Veränderungen, welche die Industrialisierung mit sich brachte, kam es allerdings auch zu dem sogenannten Mühlensterben Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts, da es kaum mehr kleine, handwerksmäßige Mühlen gab, sondern vorwiegend industrielle Großbetriebe. Dies wurde durch die Einführung der Gewerbefreiheit und den Wegfall des Mühlenzwangs sowie die sich immer mehr durchsetzende Fließbandfertigung beschleunigt.

Im Laufe der Jahrhunderte...

ging die Anzahl der Mühlen in Deutschland stark zurück von über 50.000 zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu nur noch 300 Mühlen im 21. Jahrhundert. Die damalige Mühlentechnik wird auch heutzutage noch genutzt, wobei der Antrieb nun mit elektrischem Strom und nicht mehr mit Dampfmaschinen erfolgt.

Nutzung der Getreidemühle als Haushaltsgerät

Erst in den 1960er Jahren im Zuge der Vollwertbewegung wurde die Getreidemühle dann als Küchengerät entwickelt. Vorerst von Hand bedienbar und etwas später folgten die ersten elektrischen Getreidemühlen für den Privatgebrauch.

Heutzutage sind drei unterschiedliche Ausführungen für den Gebrauch zu Hause verbreitet
Handmühlen

Diese werden mittels einer Kurbel per Hand betätigt.

Elektrische Getreidemühlen

Mit einem elektrischen Motor und je nach Motorstärke können neben Getreide auch Pseudogetreide und Hülsenfrüchte vermahlen werden.

Küchenmaschinenaufsätze

Diese Mahlwerke lassen sich auf ausgewählte Küchenmaschinene aufsetzen.

Folgende Mahlwerke werden in Haushaltsgetreidemühlen eingesetzt
Stahlmahlwerke
stahlmahlwerk

Finden hauptsächlich in Aufsätzen Verwendung. Hier können nicht nur Getreide, sondern auch Ölsaaten vermahlen werden, allerdings ist die Feinheit nicht wie bei einem Steinmahlwerk. 

Steinmahlwerke
natursteinmahlwerk2

Zerreiben das Mahlgut schonend und fein, Ölsaaten und Feuchtigkeit schaden den Steinen und können nicht vermahlen werden. Die meisten Steinmahlwerke müssen von Hand in bestimmten Intervallen  nachgeschliffen werden. Vermutlich ist das der Grund, dass sich diese Mahlwerke bis heute nicht durchgesetzt haben.

Keramik-Edelkorund Mahlwerke

Diese Steine, die wir in allen unseren Getreidemühlen verbaut haben, sind eine Weiterentwicklung der Natursteine und stellen den aktuellen Standard dar. Die Steine aus Keramik und Edelkorund sind nicht nur selbstschärfend sondern auch Wartungsfrei. Durch ihre extreme Robustheit ist ihre Lebensdauer unerreicht. Wir hatten schon Geräte die nach über 30 Jahren im Einsatz noch keine neuen Steine benötigen. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Sollte  versehentlich falsches Mahlgut verarbeitet worden sein, ist das bei unseren Steinen auch kein Problem. Einfach etwas Reis auf grober Mahlstufe mahlen und die Steine sind anschließend wieder einsatzbereit (Video). Diese Steine sind so gut wie nicht klein zu kriegen!

KoMo Getreidemühlen und Mahlwerk

Unsere Handmühle

Unsere formschöne Handmühle ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch ein beliebtes Geschenk für Freunde die erst in die Welt des Vollkorngenusses einsteigen wollen. Und keine Angst, die extra große Kurbel und ein spezielles Mahlstein-Design sorgen für eine leichtgängige Bedienung!

Unsere elektrischen Mühlen

Hier findet jeder seine passende Getreidemühle. Handgefertigt und im zeitlosen, wunderschönen Design machen unsere Mühlen richtig was her. Von 250 bis 600 Watt starke Industriemotoren, kombiniert mit unserem Keramik-Korund Mahlwerken sorgen für ein superfeines Mahlergebnis.

Unsere Kombigeräte

Mit unseren Kombigeräten aus Getreidemühle und Flocker haben Sie nicht nur die Möglichkeit frisches und feinstes Mehl zu produzieren. Mit den integrierten KoMo Flockern steht auch z.B. frisch gequetschten Haferflocken für Ihr Müsli nichts mehr im Wege.

Unser Wechselmahlwerk

Mit dem KoMo Wechselmahlwerk können Kaffee, Gewürze oder auch glutenfreies und glutenhaltiges Getreide in einer Mühle verarbeitet werden. Hierfür wird bei einem Wechsel des Mahlgutes einfach das Mahlwerk ausgetauscht, so dass Sie gluten- und aromafrei weitermahlen können.